450 Menschen fordern Freiheit für Paul

Am 15. September beginnt um 9:00 Uhr morgens vor dem Amtsgericht München die Hauptverhandlung gegen den Antifaschisten Paul. Unter dem Vorwand des „Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz“ wurde er wegen eines kleinen Fähnchens festgenommen. Zudem wird ihm sog. „Containern“, also das wiederverwerten bereits abgelaufener, weggeworfener Lebensmittel als „Diebstahle mit Waffe“ ausgelegt, da er dabei ein legales Tierabwehrspray im Rucksack mit sich geführt haben soll.

Samstags, am 12. September 2015, zogen ca. 450 Menschen lautstark und entschlossen durch die Münchener Innenstadt und forderten seine sofortige Freilassung. Mit zahlreichen kurzen Fähnchen, welche der ähnelten, wegen der Paul seit fast 8 Wochen in der JVA-Stadelheim sitzt, sowie mit Rauchtöpfen wurde deutlich gemacht, dass man sich die Mittel um entschlossen gegen Nazis und Rassismus zu demonstrieren nicht von Staat und Polizei diktieren lässt. Die Demonstration solidarisierte sich außerdem mit allen anderen inhaftierten und von Repression betroffenen Antifaschistinnen und Antifaschisten, da Paul nur den vorläufigen Höhepunkt der aktuellen Repressionswelle gegen Linke in Bayern bildet.

Wir fordern, die sofortige Freilassung von Paul. Um dies erneut zu verdeutlichen, werden wir am Prozesstag ab 8 Uhr mit einer Kundgebung vor dem Gerichtsgebäude präsent sein.